In der “Antike” des Fotografiezeitalters, oder besser gesagt in der früheren Zeit, wurde immer in einem etwas anderen Format fotografiert, als wir es jetzt tun. Das alte Format hatte ein Format mit einem Seitenverhältnis von 3:2. Heute sind die meisten Kamerainternen Sensoren in einem Verhältnis von 4:3. Das bedeutet das die Bilder im Querformat etwas schmaler ausfallen als damals. Somit hat sich also einiges für die Fotografen geändert, die schon eine längere Zeit im Fotogeschäft sind.
Natürlich gibt es nicht nur das 4:3-Format sondern auch Formate wie das 16:9-Format, das gerne in der Filmindustrie gebraucht wird…allerdings muss man sich als Fotograf zuerst mit einem Foto zufrieden geben, das nach dem Auslösen, im 4:3 Format auf die Speicherkarte gespeichert wird. Das kann danach am PC natürlich in jedes beliebige Format zugeschnitten werden.
Die gängigsten Seitenverhältnisse sind also das 4:3, im Hoch-, bzw Querformat, das Panorama-Format und das quadratische, also 1:1-Format. Wie entscheidend das gewählte Format für die Gesamtbildwirkung sein kann, wird erst dann deutlich, wenn man einfach mal am PC “drauf los schnibbelt” und alle möglichen Schnitte ausprobiert.
Das Querformat wird am Häufigsten von uns Fotografen gewählt, weil wir Menschen in unserem Alltag daran gewöhnt sind, alle Dinge im “Querformat” zu sehen. Das gibt der Gesamtwirkung des Bildes eine gewisse Ruhe wirkt auf dem Betrachter harmonischer als ein Hochformatbild. In der Menschenfotografie wird aber lieber das Hochformat gewählt. Das liegt einfach daran, das wir Menschen aufrecht gehen und unser Körper in der aufrechten Haltung einfach schlechter in ein Querformat, als in ein Hochformat passt, jedenfalls dann, wenn er möglichst Flächenfüllend abgebildet werden soll.
Das Hochformat wird von uns Menschen oft nur als Ausschnitt der Realität empfunden und wirkt somit unruhiger auf uns, als das Querformat…so als ob etwas fehlt. Dieser Effekt kann aber auch als Gestaltungsmittel gewählt werden, in dem man dem Betrachter damit absichtlich etwas verbirgt und seiner Phantasie den freien Lauf lässt. Der Mensch versucht bei einem Bild im Hochformat, automatisch die Ränder links und rechts mit Inhalten zu füllen. Das Hochformat wird aber in der Porträtfotografie sehr gerne verwendet. Dabei wird das Modell nicht mit dem ganzen Körper abgebildet, sondern nur ein Teil des Körpers und das passt dann wieder ganz schön in das normale Hochformat.
Das quadratische Format wird nur sehr selten verwendet. Es kann nur in Kameras mit einem sonder Sensor erzeugt werde und muss deshalb schon vor dem Fotografieren mit einer normalen 4:3-Format Kamera, schon in dem Blick des Fotografen geschnitten werden. Das bedeutet, das der Fotograf das Bild erstmal im 4:3-Format machen muss und es nachher am PC zuschneiden muss. Das erfordert allerdings ein wenig Übung, weil man sich die Ränder beim fotografieren automatisch weg denken muss. Allgemein wirkt ein Quadratisches Bild auf uns Menschen am Ruhigsten und am Stabilsten. Natürlich spielt bei allen genannten Formaten die Bildaussage auch eine wichtige Rolle, wenn es um die Wirkung auf den Betrachter geht.
Das Panorama-Format ist genauso wie das Querformat schon vor dem Auslösen zu planen. Es können eben mit den meisten Kameras nur 4:3-Formate fotografiert werden. Der meistens extreme Ausschnitt muss später am PC gemacht werden. Bei einem Panorama wird oft eine besondere Methode verwendet, um auf einem anderen Wege zu diesem besonders breitem Format zu gelangen. Ein Beispiel wäre ein Panorama einer Naturlandschaft. Es werden dabei mehrere Fotos im Hochformat geschossen. Nach jedem Auslösen, wird die Kamera ein wenig zur Seite geschwenkt und wieder ausgelöst. Mit dieser Technik erhält man dann mehrere Fotos, die “nebeneinandergelegt” dann das breite Panoramabild ergeben würden. Die Fotos werden dann auf dem PC mit einer speziellen Software zusammengefügt und zu einem Bild verschmolzen. ein Panoramabild hat einen hohen Aufmerksamkeitswert, da der Betrachter sofort das Bedürfnis verspürt in dem Bild “spazieren” zu gehen. Sie sollten dem Betrachter natürlich auch die Möglichkeit dazu geben. So etwas gelingt am Besten mit der richtigen Bildkomposition.
Ganz wichtig bei der Wahl des Formates ist, dass das Motiv, z.B. das Modell, zu dem Bildformat passt. Wenn das Modell sich also auf den Boden setzt und die Beine an sich heranzieht, könnte auch das Hochformat verwendet werden. Oder wenn das Modell, wie in meinem Beispielbild oben, liegend, von der Seite abgelichtet wird, kann ein Panorama-Format gewählt werden.
Den Besten Eindruck auf die Unterschiedliche Bildwirkung verschiedener Bildformate, bekommt man, wenn man ein Bild am PC, immer wieder in unterschiedliche Formate zuschneidet.
Viel Spaß euch beim ausprobieren.
Mein nächstes Thema wird übrigens “Der richtige Bildausschnitt” sein.
Gruß
Danny
ps. Ich habe vom 31.Mai bis zum 04.Juni meine Prüfungswoche…bitte betet für mich, dass ich die Prüfungen gut bestehen werde und dass ich während den Prüfungen einen freien Kopf bekomme. Danke euch…Gott Segne euch dafür!!!
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