Ich habe endlich meine Projektphase hinter mir und jetzt geht es in den Endspurt und ich muss meine Prüfungen schreiben. Aber bis dahin habe ich noch 6 Wochen
Heute will ich ein bisschen was zu dem “Drumherum” auf dem Foto sagen. Denn dieses Drumherum ist auf Fotos oft viel wichtiger als man denkt. Der Hintergrund, alles was sich hinter dem fotografierten Objekt befindet, kann das Modell also entweder hervorheben, oder “in den Schatten stellen”. Selbst wenn der Hintergrund in Unschärfe verläuft, wird das Hauptmotiv schnell zum Nebenmotiv und der Hintergrund lenkt den Betrachter weg von dem Hauptmotiv. Deshalb muss darauf geachtet werden, was im Hintergrund zu sehen ist, inwiefern der Hintergrund zur Bildaussage passt und ob der Hintergrund den Betrachter nicht unnötig ablenkt. Es reicht dabei meistens sogar schon aus, wenn der Hintergrund eine Farbe hat, die auffälliger ist, selbst wenn die Farbe eintönig ist, und schon hat das Modell nicht mehr 100% Aufmerksamkeit vom Betrachter. Aber ein Hintergrund kann die Bildwirkung natürlich nochmal untermalen und unterstützen, wenn er richtig gewählt wird.
Beim Hintergrund kann man sagen, das wenige mehr ist. Umso mehr im Hintergrund zu sehen ist, dabei reicht es auch aus, wenn im Hintergrund viele Helligkeitsunterschiede, z.B. Wasserspiegelung, Großstadtlichter, helle Flecken, leuchtende Farben etc., vorhanden sind, desto mehr lenkt der Hintergrund ab, selbst wenn er unscharf ist. Am einfachsten ist der Problempunkt “Hintergrund” natürlich im Studio zu bewältigen.
Zu Anfang kann schon bei der Wahl der Location darauf geachtet werden, wie der Hintergrund sich auswirkt, und mit welchen Mitteln ein unruhiger Hintergrund ausgeblendet werden kann. Aber in den meisten Fällen ist dass gar nicht mal so einfach. Beim Fotografieren reicht es manchmal einfach einen anderen, z.B. einen kleineren Ausschnitt zu wählen, oder seine Position zu verändern, um störende Elemente aus dem Bildhintergrund verschwinden zu lassen.
Vor einem Shooting ist es auch sehr wichtig sich die Umgebung vorher anzuschauen und zu überlegen, welchen Hintergrund für welche Scene passt. Gegebenenfalls kann dann z.B. die Kleidung des Modells angepasst werden…jedenfalls kann sich der Fotograf am Shootingort viel besser in die Situation rein denken und ihm fallen so vielleicht noch Dinge auf, die er sonst nie beachtet hätte. Am Besten eignen sich Hintergründe die typisch für das Modell sind…damit ist dann die Bildaussage perfekt auf das Modell angepasst. Ein Beispiel dafür ist z.B. die eigene Wohnung oder der Spielplatz für ein Kind
Achten Sie bei einem vorzeitigem Besuch am Shootingort z.B auf die Tageszeit und wie die Lichtverhältnisse da sind, wie die Licht- und Schattenverteilung ist, wie z.B. ein Raum aus verschiedenen unterschiedlichen Blickwinkeln zu sehen ist, auf Dinge und Gegenstände, die eine Bildidee unterstützen oder stören könnten. Gehen Sie in die Hocke oder klettern Sie auf einen Baum
und schauen Sie wie die Bildwirkung den besten Eindruck beim Betrachter hinterlassen kann.
Ein Hintergrund oder eine Hintergrundscene kann natürlich auch gestellt werden. Wichtig ist bei alle dem nur, dass der Hintergrund zu der Kleidung, der Bildaussage, und den Accessoires passt und eine Einheit bildet.
Viel Spaß beim nächsten Shooting
Mein nächstes Thema wird “Das richtig Bildformat” sein.
Gruß
Danny

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