Mit ‘Kleidung’ getaggte Artikel

Fotowissen – Hintergrund und Umgebung

img_0112bw I am Back again ;-)

Ich habe endlich meine Projektphase hinter mir und jetzt geht es in den Endspurt und ich muss meine Prüfungen schreiben. Aber bis dahin habe ich noch 6 Wochen :yes:

Heute will ich ein bisschen was zu dem “Drumherum” auf dem Foto sagen. Denn dieses Drumherum ist auf Fotos oft viel wichtiger als man denkt. Der Hintergrund, alles was sich hinter dem fotografierten Objekt befindet, kann das Modell also entweder hervorheben, oder “in den Schatten stellen”. Selbst wenn der Hintergrund in Unschärfe verläuft, wird das Hauptmotiv schnell zum Nebenmotiv und der Hintergrund lenkt den Betrachter weg von dem Hauptmotiv. Deshalb muss darauf geachtet werden, was im Hintergrund zu sehen ist, inwiefern der Hintergrund zur Bildaussage passt und ob der Hintergrund den Betrachter nicht unnötig ablenkt. Es reicht dabei meistens sogar schon aus, wenn der Hintergrund eine Farbe hat, die auffälliger ist, selbst wenn die Farbe eintönig ist, und schon hat das Modell nicht mehr 100% Aufmerksamkeit vom Betrachter. Aber ein Hintergrund kann die Bildwirkung natürlich nochmal untermalen und unterstützen, wenn er richtig gewählt wird.

Beim Hintergrund kann man sagen, das wenige mehr ist. Umso mehr im Hintergrund zu sehen ist, dabei reicht es auch aus, wenn im Hintergrund viele Helligkeitsunterschiede, z.B. Wasserspiegelung, Großstadtlichter, helle Flecken, leuchtende Farben etc., vorhanden sind, desto mehr lenkt der Hintergrund ab, selbst wenn er unscharf ist. Am einfachsten ist der Problempunkt “Hintergrund” natürlich im Studio zu bewältigen.

Zu Anfang kann schon bei der Wahl der Location darauf geachtet werden, wie der Hintergrund sich auswirkt, und mit welchen Mitteln ein unruhiger Hintergrund ausgeblendet werden kann. Aber in den meisten Fällen ist dass gar nicht mal so einfach. Beim Fotografieren reicht es manchmal einfach einen anderen, z.B. einen kleineren Ausschnitt zu wählen, oder seine Position zu verändern, um störende Elemente aus dem Bildhintergrund verschwinden zu lassen.

Vor einem Shooting ist es auch sehr wichtig sich die Umgebung vorher anzuschauen und zu überlegen, welchen Hintergrund für welche Scene passt. Gegebenenfalls kann dann z.B. die Kleidung des Modells angepasst werden…jedenfalls kann sich der Fotograf am Shootingort viel besser in die Situation rein denken und ihm fallen so vielleicht noch Dinge auf, die er sonst nie beachtet hätte. Am Besten eignen sich Hintergründe die typisch für das Modell sind…damit ist dann die Bildaussage perfekt auf das Modell angepasst. Ein Beispiel dafür ist z.B. die eigene Wohnung oder der Spielplatz für ein Kind ;-)

Achten Sie bei einem vorzeitigem Besuch am Shootingort z.B auf die Tageszeit und wie die Lichtverhältnisse da sind, wie die Licht- und Schattenverteilung ist, wie z.B. ein Raum aus verschiedenen unterschiedlichen Blickwinkeln zu sehen ist, auf Dinge und Gegenstände, die eine Bildidee unterstützen oder stören könnten. Gehen Sie in die Hocke oder klettern Sie auf einen Baum :wacko:   und schauen Sie wie die Bildwirkung den besten Eindruck beim Betrachter hinterlassen kann.

Ein Hintergrund oder eine Hintergrundscene kann natürlich auch gestellt werden. Wichtig ist bei alle dem nur, dass der Hintergrund zu der Kleidung, der Bildaussage, und den Accessoires passt und eine Einheit bildet.

Viel Spaß beim nächsten Shooting :frech:

Mein nächstes Thema wird “Das richtig Bildformat” sein.

Gruß

Danny

VN:F [1.9.17_1161]
Bewertung: 7.8/10 (4 Stimmen abgegeben)

Fotowissen – Kleidung und Accessoires

mascha_006 Welche Kleidung sollte das Model anziehen? Welche Accessoires und wie viel ist zu viel? Solche und ähnliche Fragen werden hier so gut wie möglich beantwortet.

Wenn Sie schon meine vorigen Artikel gelesen haben, werden Sie gemerkt haben, dass nicht nur eine gute Körperhaltung und ein perfektes Modell eine wichtige Rolle bei schönen Fotos spielt, sondern auch die Kleidung die das Modell trägt.

Kleidung und Accessoires sollten deswegen immer der Bildaussage entsprechen. Wenn der Fotograf sich also einen Bildaufbau durch den Kopf gehen lässt darf die Kleidung nicht außer Acht gelassen werden. Wenn es sich um klassische Porträtfotos handelt, darf man allerdings nicht übertreiben, denn sonst könnte es passieren, dass die Kleidung, oder der Körperschmuck, in den Vordergrund rückt und das Modell nicht mehr das Hauptmotiv ist. So bekommen die Bilder schnell den Eindruck von Fashion- und Modefotos. Solche Fotos sind meistens unpersönlich und anonym, haben also auch keine charakteristische Bildaussage der porträtierten Person.

Bei Porträtfotos ist es daher immer am authentischsten, wenn das Modell Kleidung trägt, mit denen es sich auch identifizieren kann. Einem 50-Jährigen Herren, kann man also keine Hip-Hop-Klamotten anziehen ;-) . Wenn das Modell sich also unwohl fühlt, wird sich das auch dem Betrachter des fertigen Fotos bemerkbar machen. So ist die Kleidung also auch für jeden Menschen individuell. Kleidung sagt viel über einen Menschen aus, z.B.: über sein Alter, seinen Geschmack, seine Hobbys, seine soziale Schicht und vieles mehr.

Es ist natürlich nicht verboten dem Modell Kleidung anzuziehen, dass es im Alltag vielleicht nicht tragen würde, denn es können auch interessante Bilder entstehen, in denen das Modell in eine andere Rolle schlüpfen kann. Probieren geht eben vor studieren.

Schuhe können z.B. selbst dann wichtig sein, wenn sie nicht mit auf das Foto sollen, denn wenn eine Frau hochhackige Schuhe trägt, wird ihre Körperhaltung automatisch stabiler.Wenn die Schuhe aber auch zu dem geplanten Foto gehören und sie mit auf das Foto sollen, muss darauf geachtet werden, das sie auch zu dem kompletten Outfit passen. Wenn ein Modell z.B. einen Sportler zeigen soll, dürfen natürlich die Sportschuhe nicht fehlen. Gummistiefel würden zu einem Angler passen.

Kleidung muss so gewählt werden, dass sie nicht zu auffällig ist…wenn das Modell also einen knall grünen Pulli trägt, wird er deutlich mehr Aufmerksamkeit auf sich ziehen, als ein grauer Pulli. Vermeiden Sie also auch starke Kontraste wie z.B. rein weiße und rein schwarze Kleidung zusammen in einem Bild, denn das stellt die automatische Belichtungsmessung der Kamera auf eine harte Probe und geht schnell daneben. DIese Regel gilt nicht bei Low-Key, oder High-Key Bildern, denn da ist das “Ausfressen” oder das “Absaufen” der Farben erwünscht.

Schmuck am Körper eines Menschen sagt auch etwas über den Status eines Menschen aus. Ein Ehering, eine edle Designerkette, oder ein Armband aus dem Discounter ;-) alles lässt für sich sprechen und kann auch also Stilmittel auf einem Foto verwendet werden. Schmuck ist ein Hingucker. Uhren betonen z.B. die Hände, Ohrringe und Haarschmuck lenken den Blick ins Gesicht auf die Frisur, betonen den Hals und das Dekolleté. Aber hier ist weniger meistens mehr, denn auch Schmuck lenkt den Blick sehr schnell von dem Hauptmotiv weg.

Bei Brillenträgern ist es immer etwas problematisch. Brillengläser reflektieren das Licht und verdecken somit die Augen, die bei einem Porträt ja der bildwichtigste Teil des Modells sind. Durch ein leichtes heben oder senken des Kopfes, kann diese Spiegelung aber meistens überwunden werden. Brillengläser können die Augen auch vergrößert oder verkleinert aussehen lassen. Deswegen werden Brillenfotos auch gerne ohne Gläser, also nur mit dem Brillenrahmen, gemacht. Kontaktlinsen können aber auch störend wirken. Besonders dann, wenn Kopfporträts gemacht werden, sieht man auf dem Bild schmale Ränder von den Kontaktlinsen.

Bei der Gestaltung der Fotos, sind natürlich keine Grenzen gesetzt.

Ich wünsche euch natürlich viel Spaß beim Ausprobieren und lasst euren Ideen den freien Lauf :foto:

Mein nächstes Thema wird “Hintergrund und Umgebung” sein.

Gruß

Danny

VN:F [1.9.17_1161]
Bewertung: 9.8/10 (5 Stimmen abgegeben)

Fotowissen – Ganzkörperporträts

img_0129 Bei der Ganzkörperfotografie tritt das Gesicht und die Mimik eines Menschen noch weiter in den Hintergrund als bei Oberkörperporträts. Hier übermittelt die komplette Körperhaltung dem Bildbetrachter etwas über das fotografierte Modell. Ein Sportler wirkt also am authentischsten, wenn Bewegung auf dem Foto zu sehen ist, ein alter Mann wirkt am authentischsten, wenn er mit einem Gehstock und gekrümmter Haltung abgelichtet wird. Es sei denn er geht noch gerade…dann ist die gekrümmte Haltung wieder unauthentisch. Es ist wichtig dem Modell zeit zu lassen, bis es sich in die jeweilige Situation “einfühlen” kann, um das perfekte Ergebnis erzielen zu können.

Es soll also darauf geachtet werden, dass jeder Mensch auf dem Foto so authentisch wie möglich ist, damit die Bildwirkung auch ihrer Reiz bekommt. Natürlich ist es auch möglich eine Art schauspielerisches Foto zu inszenieren, aber in der Regel können das nur erfahrene Modells und es ist sehr schwierig solche Ideen mit unerfahrenen Modells umzusetzen.

Körpereinsatz! Ein ganz wichtiger Punkt…es reicht leider nicht, wenn das Modell einen schönen angenehmen Gesichtsausdruck hat und der Rest des Körpers  mit ausdrucksloser Haltung und langweiliger Kleidung fotografiert wird. Deswegen ist es ganz wichtig auf den Ausdruck des ganzen Körpers zu achten, der natürlich auch mit dem Gesichtsausdruck und der Kleidung übereinstimmen muss.

Bildformat und Körperformat sind in dem Verhältnis Höhe zu Breite völlig unterschiedlich und passen nicht optimal zueinander. Bei einer Durchschnittsgröße eines Menschen ist das Verhältnis ungefähr 5:1 wobei das Bildformat im Besten Falle 3:2 ist. Daher wirkt der wichtigste Teil des Modells, das Gesicht, mit einer Fläche von 3%, auf einem Ganzkörperporträt sehr klein und kaum ansprechend. Es bieten sich also an Techniken an, die das Verhältnis des Modells an das Bildverhältnis anpassen.

1. Anschnitt.

Mit einem Anschnitt kann man die Bildwirkung auch individuell gestalten indem man zum Beispiel das Foto beim Bearbeiten beschneidet und die leeren Ränder entfernt, oder das Foto wird so fotografiert, das die Bildteile die am wenigsten Informationen enthalten (z.B. die Beine) beim fotografieren schon angeschnitten werden und das Modell also nur bis kurz über dem Knie abgelichtet wird.

2. Körper “falten”

Das ist die wohl häufigste Methode Ganzkörperporträts formatfüllend abzubilden. Das Modell kann sich dabei hinsetzen, hinknien, in die Hocke gehen, hinlegen (z.B. längs des Körpers fotografieren, mit kleiner Brennweite), dadurch wirkt der Körper verkürzt und passt so viel besser zu dem normalen Bildverhältnis.

3. Den freien Raum ausnutzen

Hierbei bietet sich an, das Modell in Bewegung zu zeigen. z.B. können tanzende Gesten, oder sportliche Aktivität so wunderbar zur Geltung kommen. Die Umgebung kann so auch sehr gut in das Foto mit einbezogen werden, so kann z.B. auf einem Konzert, die Band im Hintergrund zu erkennen sein, während der Frontsänger den wichtigen Teil des Bildes ausmacht. Dabei muss aber beachtet werden, dass der Hintergrund nicht auffälliger wirkt als die Hauptperson.

Eine für den Fotografen schwierige Aufgabe ist das dirigieren von Posen, wenn das Modell sich unwohl fühlt oder angespannt ist. So kann das Shooting sehr schnell in die Hose gehen und dementsprechend das Ergebnis kaputt machen. Der Fotograf muss daher lernen die Posen zu dirigieren und dabei immer noch freundlich und locker rüber kommen, damit das Modell keine Angst oder Aufregung bekommt. Millimetergenaue Anweisungen sind dabei wichtig und für das Modell am leichtesten zu verstehen, wenn der Fotograf das einfach vorzeigt. Deswegen ist auch viel Geduld gefragt und erfordert viel Übung…also einfach üben, üben, üben. Es lohnt sich auch verschiedene Kataloge durchzublättern und sich hier und da einpaar Posen einzustudieren, und sich dabei einfach viele Details einzuprägen.

Im Endeffekt zählt immernoch: Übung macht den Meister…und das ist wirklich so. Leider dauert das meistens länger als man sich das erhofft :frech:   aber nicht aufgeben… ;-)

Nächstes Mal erfahrt Ihr etwas über “Kleidung und Accessoires” in der Fotografie.

Gruß Danny B-)

VN:F [1.9.17_1161]
Bewertung: 10.0/10 (3 Stimmen abgegeben)

Fotowissen – Oberkörperporträts

img_0490c10x15 Vor ca. einer Woche habe ich mit meiner Dokureihe “Fotowissen” angefangen und habe euch etwas zum Thema Kopfporträts erzählt. Heute möchte ich euch zu einem verwandten Thema, nämlich etwas zu Oberkörperporträts weitergeben.

Von Oberkörperporträts kann man sprechen, wenn ein Model vom Kopf bis runter zum Bauch auf einem Foto abgelichtet wird. Körperhaltung und Gesichtsmimik werden im Bild zum Hauptmotiv. Aus der menschlichen Gestik kann man recht gut erkennen, wie die Stimmung eines Menschen ist und wie er sich fühlt. Die Gestik sagt also sehr viel über das Befinden des porträtierten Menschen aus und kann deshalb auch als gestalterisches Mittel verwendet werden. Wenn aber ein Foto gestellt wird und die Mimik nicht mit der Gestik des Modells harmoniert, kann es ein ansonsten schönes Foto auch kaputt machen. Es ist also eine schwere Aufgabe, die man als Fotograf immer wieder zu spüren bekommt…erst recht in den Anfängen ;-)

Es ist ratsam für den Fotografen, jedes Modell noch vor dem eigentlichen Shooting ein wenig kennen zu lernen, denn dann kann der Fotograf sich Gedanken machen, wie er die zu porträtierende Person hinstellt, das die Körperhaltung nicht zu unnatürlich, also so authentisch wie möglich rüberkommt. Wenn z.B. ein Mensch in fortgeschrittenem Alter, der durch die täglichen Belastungen des Lebens schon einen krummen Rücken bekommen hat, gezwungen wird sich grade hinzustellen, wird das Foto zwangläufig unrealistisch aussehen. Falten sind auch etwas was man an älteren Leuten immer sieht und die auch nicht wegzudenken sind…deswegen sollte man sogar einen großen Wert darauf legen sie sogar zu betonen. Aber sie dürfen auch nicht zu sehr in den Vordergrund rücken, es sei denn es ist so gewollt. Für jeden ist es schwer als Anfänger, Körpersprache zu deuten…einiges geschieht zwar automatisch im Unterbewusstsein, aber wenn man mit einer Pose eine ganz bestimmte Wirkung für den Betrachter auslösen will, muss man lernen, wie Menschen sich in verschiedenen Situationen verhalten. Wenn man andere Menschen im alltäglichen Leben sieht, besteht also immer die Möglichkeit dazuzulernen :frech:

Gesten zu deuten ist aber nur das eine Problem. Das zweite ist: Wie soll ich dem Modell am Besten erklären, was ich für eine Geste oder Pose haben will? Ein guter Tipp: Am einfachsten funktioniert das, wenn es dem Modell vorgeführt wird. Dann ist es wichtig die Kopf- und Körperhaltung ein wenig zu korrigieren…und was gaaaaaaaanz wichtig ist: Das Modell darf niemals angefasst werden!!! Allerdings erfordert das Ganze viel Übung und die Fotos werden immer besser.

Die Schultern werden bei einem Oberkörperporträt sehr gerne vernachlässigt. Deswegen immer wieder das Modell daran erinnern: “Spannung in die Schultern”!

Oft weiß man als Fotograf nicht, wohin mit den Armen. Dabei sollte man darauf achten, das die Arme immer eine Linie bilden (dazu in einem weiteren Artikel mehr) der der Betrachter zu folgen versucht. Die Arme sollten bei einem Oberkörperporträt deswegen nicht über den Bildrand hinaus laufen und dann erst Recht nicht mehr wieder ins Bild hinein. DIe Linienführung darf also nicht unterbrochen werden. Des Weiteren schneidet man Personen nicht an Gelenken ab, denn das wirkt sich auch wieder negativ auf den Betrachter aus.

Bei der Kleidung kann oft der Fehler gemacht werden, das sie zu dominant wirkt und das Modell in den Hintergrund treten lässt. Es sollte dabei darauf geachtet werden, das keine stark gemusterten Kleidungsstücke getragen werden. Also wenn möglich keine Karos oder Linien, denn das kann das Foto zerstören, z.B. sehen linierte Kleidungsstücke auf einem Monitor oft alles andere als liniert aus. Die Kleidung sollte aber auch nicht zu bunt sein, denn dann wird das Hauptaugenmerk wieder auf die Kleidung gelenkt und gehört damit schon in den Bereich Mode-/Fashionfotografie.

Ich hoffe ich könnte euch heute wieder etwas besonderes über Oberkörperporträts mitteilen. Nächste Woche werde ich dann etwas zu Ganzkörperporträts schreiben.

Viel Spaß euch und eine schöne Woche.

Gruß

Daniel Fröse

VN:F [1.9.17_1161]
Bewertung: 10.0/10 (4 Stimmen abgegeben)